Sonntag, 28. September 2014

Der glückliche Blogger

Da ich selbst nicht nur die Autorin dieses kleinen Blogs bin, sondern auch selbst gerne regelmäßig Blogs lese, kann ich mich mit beiden Seiten gut identifizieren. Als eine Person, die sehr viel nachdenkt und hinterfragt, machte ich mir in letzter Zeit viele Gedanken über mein eigenes Leseverhalten, und das besonders in einer Hinsicht: Immer wieder erwischte ich mich dabei, dass mich, während ich mich durch diverse Blogs klicke, die Wehmut packt. „Unglaublich, Blogger X reist gerade in mein Traumland!“ „Diese neuen Schuhe von Blogger Y aus der letzten Kooperation sehen wirklich klasse aus!“ „Blogger Z heiratet nächsten Monat? Großartig!“

So kommt es, dass man nach eins, zwei Stunden lesen schon einmal in einen kleinen Rausch verfällt. Wenn dieser dann langsam abzuklingen beginnt, bleibt oft nur ein Gedanke: „Wieso passiert mir das alles nicht? Wieso kann ich nicht mit dem Mann meines Lebens in Irland an der Küste sitzen, in meinen nagelneuen Hunter-Boots?“ Versteht mich nicht falsch, ich spreche in diesem Moment keinesfalls von Neid. Ich gönne jedem Menschen sein Glück, gerade weil die meisten wirklich hart dafür arbeiten. Deswegen nutze ich hier den Begriff Wehmut, ein Teil des eigenen Herzens wünscht sich diese Dinge auch und würde jederzeit bereitwillig in die Haut des anderen schlüpfen.


Aber wollen wir das wirklich? Oder gaukelt unser unzufriedenes Inneres uns mal wieder etwas vor? Es ist ja mittlerweile größtenteils bekannt, dass die Autoren auf ihren Blogs meist nur die schönen Momente des Lebens teilen. Ab und an ein nachdenklicher Sonntagspost oder ein Denkanstoß, das war's dann aber in der Regel auch schon. Natürlich gibt es auch gegensätzliche Blogs, die sich rein um Erkrankungen o.Ä. drehen, aber von diesen spreche ich hier nicht, sondern eher denen in der mittlerweile etwas verrufenen Fashion/Beauty/Lifestyle-Sparte, der auch ich irgendwie angehöre. Mittlerweile konnte ich mich als Leser von meiner rosaroten Brille trennen und kann das Ganze ein wenig realistischer betrachten, ohne mich von der kunterbunten Scheinwelt blenden zu lassen.

Aber was ist mit mir als Autor? Ich habe einen kleinen Blick über meinen eigenen Blog geworfen: Ich habe einen riesengroßen Garten mit wunderschönen Fotokulissen. Den Luxus, mir dann und wann neue Kleidung kaufen zu können. Ich studiere, habe jede Menge Unterstützung in der Familie, den tollsten Hund der Welt und kann jederzeit nach Holland verreisen, wenn ich Lust dazu habe. In meiner eigenen Wohnung bin ich total angekommen, ich habe ein Händchen für's kochen, lange Haare, für die ich regelmäßig Komplimente bekomme. Ich bin kreativ, humorvoll und schlagfertig.

Aber ich habe auch große Selbstzweifel. Manchmal plagen sie mich so sehr, dass ich nächtelang nicht schlafen kann. Meine Haare würde ich am liebsten abschneiden, weil ich manchmal das Gefühl habe, dass man das Mädchen dahinter nicht mehr sehen kann. Ich will momentan nichts mehr als reisen, habe aber niemanden, der diese Erfahrung mit mir teilen möchte. Stattdessen verlasse ich manchmal tagelang nicht meine Wohnung. Es gibt Zeiten, da ernähre ich mich furchtbar ungesund. Ich kann schrecklich launisch und dann auch sehr ungerecht sein. Es gibt Krankheitsfälle und Schicksalsschläge in meiner Familie, die mich bedrücken. Manchmal schaue ich an mir herunter und denke mir: Willst du wirklich so aussehen?


Ist es also unfair von mir, dass ich euch fröhlich grinsend in Outfitposts entgegen blicke, während ich innerlich vielleicht gerade explodiere? Nein. Wenn es mir schlecht geht, mache ich mir erst gar nicht die Mühe und fotografiere oder verfasse einen Blogeintrag. Außerdem bereite ich Outfitbilder ja meist vor, um sie dann später, wenn ich nicht so tolle Aufnahmen machen kann, raus zu hauen. Ab und zu verfasse ich melancholische Einträge, zum Beispiel diesen hier oder, etwas älter, den hier. Ansonsten zähle ich dieses Gedankengut aber zu meiner innersten Privatsphäre. Ich gebe hier schon sehr viel über mich preis, aber alles hat Grenzen. Viele Gedanken teile ich nicht einmal mit meinen besten Freunden. Außerdem soll dieser Blog der Unterhaltung und Erheiterung dienen. Ab und zu ein Denkanstoß ist ja ganz schön, aber ich hätte auch keine Lust einen Blog zu lesen, der einen ständig herunter zieht.

Denn das würde auch nicht der Wahrheit gerecht werden, denn die meiste Zeit bin ich ein recht fröhlicher Mensch. Ich lache für mein Leben gerne, habe eine wundervolle Familie und wenige, aber mir sehr wichtige Freunde! Außerdem habe ich begonnen, mich über die kleinen Dinge im Leben zu freuen und einige negative Charakterzüge aus meinem Leben verbannt. Was die Aussage dieses ganzen Textes sein soll: Lasst euch nicht von dem Schein und Inhalt eines Blogs blenden. Jeder macht mal schwierige Zeiten durch und kein Leben besteht durchgehend aus Zuckerwatte und Einhörnern. Nur weil man diese Momente nicht teilen möchte, sind sie nicht inexistent. Deshalb versucht nie, euer eigenes Leben mit dem von anderen zu vergleichen, seien es nun Prominente oder Blogger. Jeder, der öffentlich in den Medien steht, braucht einen gewissen Schutzschild.


Glück kommt in vielen Formen und auf unterschiedlichen Wegen. Und es liegt allein in deiner Hand.

Die Bilder sind schon älter, hier und hier findet ihr die zugehörigen Posts!

Donnerstag, 25. September 2014

Outfit XXIX: Indian Summer

Ich muss offen und ehrlich zugeben: Ich bin mit diesem Outfit nicht ganz zufrieden. Deshalb habe ich lange überlegt, ob ich es euch überhaupt zeigen soll. Wie ihr seht habe ich mich am Ende dafür entschieden, weil ich die Bilder eigentlich ziemlich schön finde. Die Lichtstimmung war wirklich einmalig, der Sommer hat sich zum Ende nochmal von seiner besten Seite gezeigt. Das kann ich von den nächsten Aufnahmen nicht behaupten, die alle etwas düsterer sind. Diese Fotos hier sind übrigens noch von Anfang September.

Wieso bin ich nicht zufrieden mit dem Look? Das Oberteil ist das, von dem ich euch damals in meinem Primark Haul berichtet hatte. Ich finde es wunderschön, aber durch den etwas gewöhnungsbedürftigen Schnitt schwer zu kombinieren. Ledershorts? Passt nicht. Rock? Mh, nee. Schließlich habe ich mich aus Ideenlosigkeit für eine simple blue Jeans entschieden. Naaaja. Leider besitze ich kein schwarzes Exemplar, sonst hätte ich vermutlich dieses gewählt. Das Ergebnis ist also eher ein lässiger Alltags-Look. Ich finde trotzdem, dass die Bluse mir auf den Bildern nicht besonders schmeichelt, obwohl sie ja eigentlich die Taille betont, die ich an mir sehr mag.

Und hier kommt ihr ins Spiel: Womit hättet ihr das gute Stück kombiniert? Oder wäre das Teil gar nicht erst in eurem Kleiderschrank gelandet? Über Anregungen freue ich mich sehr!


Oberteil, Schuhe, Uhr - Primark | Jeans - H&M

Übrigens sind das die letzten Bilder mit hell-/mittelbraunen Haaren. Maike konnte es mal wieder nicht lassen und hat sich wie jeden Herbst die Haare dunkel getönt. Leider ist das Ganze etwas eskaliert und zieeeemlich dunkel geworden, fast schwarz. Mal sehen ob es sich wieder heraus wäscht, meine Haare sind da etwas eigen. Vielleicht verliebe ich mich aber auch noch richtig in die Farbe, wer weiß?  

PS: Danke Mama für die Idee für den Namen des Outfits. Ich weiß ja, du liest das! :D <3

Montag, 22. September 2014

kleines NEW IN

Vorsicht, mimimi-Alarm: Die letzten Tage gab es nichts von mir zu hören, weil ich schlicht und einfach krank bin. Die Erkältung hatte sich nur ganz sachte angebahnt und ich war sie auch schon fast wieder los, bis ich abends aus der Stadt heim gelaufen bin und es plötzlich wie aus Kübeln schüttete. Am nächsten Tag war ich dann nur noch eins: tot. Und auch momentan fühle ich mich noch unglaublich schlapp und hüte mich, das Haus - ach quatsch das Bett! - zu verlassen. Für euch habe ich mich aber mit meinen letzten Kräften zum PC geschleppt und tippe nun diesen Beitrag *hust* *hust* Okay, vielleicht übertreibe ich mal wieder. Auf jeden Fall gibt es jetzt einen klitzekleinen NEW IN-Post und wenn ich es schaffe, lade ich später auch noch ein Outfit hoch, dass schon ewig auf seine Veröffentlichung wartet. Sayonara!


 Leggings - New Yorker | Bluse - C&A
Vielleicht hat jemand von euch das Drama mitbekommen. Diese Leggings, für die ich 20(!!) Euro bezahlt habe, hatte schon direkt nach dem ersten Tragen Löcher. Auf Twitter habe ich deshalb gefragt, wo ihr eure schwarzen Basic-Leggings kauft. Sie sollten bestmöglich etwas dicker vom Stoff her sein. Ich freue mich unglaublich über Empfehlungen! H&M, New Yorker und Mango haben mich bisher nicht überzeugt.
Außerdem freue ich mich zu verkünden, dass ich zu beiden Kleidungsstücken bereits ein Outfit abgeknipst habe, ich glaube so vorausschauend habe ich noch nie geplant!



Hut - C&A | Mütze - C&A
Auf der linken Seite sehen Sie meinen neusten Liebling im Kleiderschrank: JA! Ich habe endlich einen Hut gefunden, der auf meinen unförmigen Schädel passt! Am liebsten würde ich das Ding gar nicht mehr absetzen. Außerdem kam diese Mütze mit, endlich mal eine, die keine gefühlten 2 Meter lang ist und komisch vom Kopf absteht.


Tuch - Boutique in Holland
Nun auch ein Bild von meiner neuen "Tischdecke". So wird dieses wundervolle XXL-Tuch nämlich von meiner Familie genannt. Ich bin einfach nur verliebt und freue mich fast schon darauf, dass es kälter wird und ich es mir 1000 Mal um den Hals wickeln kann!


Außerdem habe ich noch einen kleinen Abstecher zu IKEA gemacht, wo unter anderem ein paar neue Pflänzchen mitkamen. Langsam geht es aufs neue Semester zu und ich richte mich in meiner Wohnung wieder häuslich ein. Habt ihr eigentlich Lust auf eine Roomtour in Foto- oder Videoform?


Zum Schluss wollte ich euch noch daran erinnern, dass es die Shoppingweek-Ausgabe der Glamour wieder gibt! Ich bin ein großer Fan dieser Aktion, allein schon wegen der 20% bei ASOS! Oft ist diese Ausgabe schnell vergriffen, wenn ihr also noch eine findet, schnappt sie euch!

Mittwoch, 17. September 2014

Reisetagebuch Holland: Teil III

Hallo Freunde, heute bekommt ihr die letzten Bilder aus Holland zu sehen. Wenn ihr wollt mache ich dann noch eine Food-Edition. Ich werde schon ein bisschen wehmütig wenn ich diese Bilder betrachte, während ich in meiner 38m² Stadtwohnung sitze. Wenigstens ist das Wetter heute gut und ich gehe später mit meinen Freunden in den Park!

 Ich liebe die Märkte in Holland! Während der Urlaubssaison finden sie regelmäßig statt und sind bei guten Wetter immer viel besucht! Hier wird meistens selbstgemachtes angeboten, aber auch Antiquitäten und natürlich Essen, besonders Käse! Ich habe mir einen kleinen "Brandnetelkaas", also Brennnesselkäse mitgenommen, den mag ich am liebsten! Die Reihenhäuser mit ihren perfekten Vorgärten erinnern mich übrigens immer ein wenig an Harry Potter und den Ligusterweg.


 Ich wollte euch noch einen kleinen Einblick geben, welche Schmuckstücke ich diesen Sommer gerne getragen habe. Allgemein ist Schmuck am Strand natürlich eher fehl am Platz, das diente in diesem Fall rein zu Demonstrationszwecken! Außerdem habe ich im Urlaub Sommersprossen auf der Nase bekommen, das erkennt man auf dem einen Bild ganz leicht. Mit dabei am Strand war außerdem immer ein Handtuch, ein gutes Buch und etwa zu trinken! Diese Mini-Coladosen habe ich in den Niederlanden zum ersten Mal gesehen. Ach ja, und auf dem letzten Bild sieht man, dass Filou ein waschechter Labrador ist und uns alle in Sachen schwimmen vermutlich in die Tasche steckt.

Und da war er dann auch schon, der letzte Abend. Weitere Bilder habt ihr ja schon in meinem Outfitpost gesehen. Ein sehr gelungener Abschluss für einen tollen Urlaub! Ich bin mir sicher, dass es mich in Zukunft noch öfter dort hin verschlagen wird.

Samstag, 13. September 2014

Rezept: Kürbissuppe mit Kokosmilch

Herbst ist die Zeit der Kürbisse und nachdem wir uns bereits an Zucchini satt gegessen haben, tun wir es ihnen nun mit diesem Gemüse gleich. So ein Kürbis ist nämlich vielseitig verwendbar, außerdem gibt es zahlreiche unterschiedliche Sorten. Wir widmen uns heute aber erst einmal dem Klassiker: Der Kürbissuppe. Ich muss zugeben, dass ich sie das erste mal selbst gekocht habe. Weil sie mir aber gut gelungen ist, teile ich das Rezept mit euch!

Zutaten:
1 Hokkaidokürbis, eine paar Karotten, Zwiebel, Kokosmilch, Gemüsebrühe (habe ich auf dem Bild vergessen), Tabasco für die Schärfe und Gewürze eurer Wahl, zumindest aber Salz & Pfeffer

Zubereitung
Den Kürbis halbieren und von den Kernen befreien. Dann in kleine Würfel schneiden. Einen Hokkaidokürbis könnt ihr mit Schale verarbeiten, diese wird beim Kochen ganz weich! Achtet also beim Kauf unbedingt auf die Sorte, denn einen Kürbis zu schälen kann sehr anstrengend sein. Außerdem empfehle ich euch ein stabiles und scharfes Messer.

Auch die restlichen Zutaten werden in grobe Würfel geschnitten.

Dann kommt das Gemüse mit ein wenig Öl in den Topf und wird bei mittlerer Hitze kurz angedünstet.

Nun braucht ihr die Gemüsebrühe: Gebt so viel davon hinzu, dass die Zutaten bedeckt sind. Lasst das ganze nun köcheln, bis das Gemüse durch ist. Das sollte im Normalfall ca. 15 - 20 Minuten dauern, kann aber je nach Größe eurer Stücke variieren. Am besten könnt ihr das mit einem Zahnstocher überprüfen.

Nun geht es ans pürieren. Ich mache es in der Regel so, dass ich zuerst etwas von der Brühe abschöpfe, dann alles mit dem Pürierstab zerkleinere und dann wieder so viel Brühe hinzugebe, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Somit könnt ihr sicher gehen, das das Endergebnis nicht zu wässrig wird. Denn bedenkt: Es kommt ja auch noch Kokosmilch hinzu!

Nämlich hier, im nächsten Schritt. Am besten gebt ihr immer etwas von der Milch hinzu, rührt um, probiert und wiederholt diese Prozedur nach belieben. So könnt ihr selbst bestimmen, wie "exotisch" eure Suppe schmecken soll. Außerdem muss das Gericht noch gewürzt werden, ich habe ganz schlicht Salz und Pfeffer benutzt. Außerdem sorgt Tabasco für eine angenehme Schärfe, wenn ihr aber nicht gerne scharf esst, könnt ihr es natürlich weg lassen.

Das Ganze lasst ihr dann auch nochmal kurz köcheln, damit sich die Aromen verbinden.

Und schon könnt ihr es euch schmecken lassen! Ich habe mir noch ein paar Pinienkerne darüber gestreut, Sonnenblumenkerne würden aber vermutlich besser passen, hatte ich nur gerade nicht im Haus. Falls ihr das Rezept auch mal ausprobieren wollt, 
lasst es euch schmecken!  :)

Donnerstag, 11. September 2014

Outfit XXVIII: Sundown

Im Urlaub bin ich zum Schminkmuffel geworden, Dinge wie Mode und Makeup waren plötzlich nebensächlich und ich habe an diesem letzten Abend in Holland lieber die Sonne beobachtet, wie sie den Himmel in orange und lila malte. Wie man auf den Bildern sieht, habe ich es mir im Urlaub in Sachen Essen ziemlich gut gehen lassen - Wohlstandsbäuchlein hallo! Die ca. zwei Kilo sind mittlerweile aber auch schon wieder runter.

Wie das Outfit zuvor ist auch dieses eher zweckmäßig-gemütlich. Da es im Laufe des Sonnenuntergangs langsam abkühlte, war ich für das langärmlige Oberteil und die Hose sehr dankbar. Den modischen Olymp werde ich damit sicher nicht erklimmen, dafür aber die Mole, auf der diese Bilder aufgenommen wurden. 


Schuhe - Birkenstock | Hose - C&A | Oberteil - H&M | Hut - Primark

Dienstag, 9. September 2014

Was zuletzte geschah... vor Holland, während Holland & nach Holland

Hallo Freunde, es ist Ewigkeiten her, dass ich den letzten Rückblick-Posts verfasst habe. Wer mit dem Prinzip noch nicht vertraut ist: Hier lasse ich mit qualitativ katastrophalen Handybildern und ein paar Sätzen die letzten Wochen Revue passieren. Das garantiert euch den vollen Einblick in das, was momentan so privat alles vor sich geht bei mir. Seid ihr bereit für die volle Ladung #justmaikethings?

I throw my feet up in the air sometimes aka. ich konnte nachts mal wieder nicht schlafen und habe stattdessen rum gehampelt | Eis <3 dunkle Schokolade und Haselnuss | Uniklo-Selfie und offensichtlich ein good-hair-day! | Nachdem sie mittlerweile so lang wie auf dem Foto waren, habe ich sie gestern endlich mal wieder gekürzt und mich von den trockenen Spitzen getrennt. Bald sollen sie übrigens wieder dunkler werden, diesen Drang bekomme ich jeden Herbst. | Jede der wenigen Sekunden Sommer dieses Jahr wurde voll und ganz ausgenutzt! | Die Hund haben während der warmen Tage den Fischteich erobert... zum Glück wohnt dort schon lange nichts mehr drin!

Beim Auto putzen bin ich immer unglaublich perfektionistisch. Aber es hat sich gelohnt - bling bling! | #healthy *hust* Beim Serien schauen darf man das auch mal! | OOTD aka Sommer-Gammel-Look | OOTD aka Spätsommer-Gammel-Look | GAMESCOM! Whoah! (Bericht hier) | Nach der Gamescom brannten meine Füße und der Magen knurrte - diese Pizza habe ich mir verdient! Don't judge me! :D

Gibt's das Zeug eigentlich auch in Deutschland? | Warum duschen, wenn man einen Hund hat, der einem das Meersalz von den Beinen leckt? | Beispiel für einen nicht ganz so warmen Tag | Trotzdem sehr schön, in den Dünen zu sitzen. Auch wenn die Wolldecke Pflicht war :) | Gelesen wurde auch endlich wieder! Wenn auch weniger als beabsichtigt. | Spaziergänge und Herumtoben fordern ihren Tribut - meine kleine Schnarchnase!

1-3: Abends habe ich mich oft in die Dünen gesetzt und mir den Sonnenuntergang angesehen. Manchmal mit meiner Lieblingsmusik auf den Ohren, manchmal habe ich leise gesungen oder einfach nur der Natur gelauscht. Es war wirklich sehr schön. Übrigens war ich den ganzen Urlaub entweder sehr dezent oder gar nicht geschminkt, das hat wirklich gut getan! | Obwohl Filou Auto fahren hasst, hat er die halbe Rückfahrt schlafen können. | Nach dem Auspacken waren wir alle fix und fertig und weil niemand kochen wollte - Pizza! :D Oh man, ihr müsst jetzt alle denken, ich sei der totale Fastfood-Junkie! | Home sweet home.

Außerdem:

Das gab's auf die Ohren: Susie Suh - Feather in the Wind, Carla Bruni - Quelqu'un m'a dit 
Lesestoff: John Green - Margos Spuren
Kulinarisches Highlight: Frikandel spezial, Kibbeling, Pannekoeken...
Tipp: Die kleinen Momente genießen!

Angesehen: The 100, Sailor Moon, Promi Big Brother, The walking dead (alte Folgen)
Gezockt: Borderlands 2
Gekauft: Ein paar Herbstsachen und den perfekten Hut! :)

Ärgernis: Blöde Autofahrer; Filou hat direkt nach dem Urlaub eine blutige Wunde gehabt, die erst jetzt langsam besser wird; Nachbarn, die laute Bassmusik hören

Zitat:
"Men still have trouble recognizing that a woman can be complex, can have ambition, good looks, sexuality, erudition and common sense. A woman can have all those facets, and yet men, in literature and in drama, seem to need to simplify women, to polarize us as either the whore or the angel."

Zum Schluss noch ein dickes Sorry, weil ich momentan so wenig zum kommentieren komme! Ich bin mit den Gedanken einfach wo anders. In den nächsten Tagen versuche ich mir auf jeden Fall die Zeit zu nehmen, die ihr verdient! 

Sonntag, 7. September 2014

Stadtleben - Landleben


Durch meinen Umzug vor einem Jahr kam ich in den Genuss, abseits des Landlebens nun auch Stadtluft zu schnuppern. Dazu sollte man vielleicht sagen, dass ich 20 Jahre lang in einem Dorf mit weniger als 1000 Einwohnern lebte. Somit macht es auch gar nichts, dass meine jetzige Heimatstadt "nur" 110.000 Einwohner hat, ihr seht ja was das für ein Sprung war. Spätestens wenn man irgendwann sesshaft werden möchte, stellt man sich zumeist die Frage: "Was denn nun? Land oder Stadt?"


Tote Hose. Das ist vermutlich das erste, was Stadtkinder mit dem Land assozieren. Stimmt. Zumindest teilweise. Wenn man auf Kirmes und Dorffeste steht, ist man meistens rund um das Jahr - oder zumindest im Sommer - gut bedient, denn in irgendeinem Kaff ist immer gerade Kerb oder Weinfest. Für Discoabende oder einen Cocktail in der Bar muss es dann eher die nächste Stadt sein, je nachdem wie abgelegen das Dorf ist, kann man da auch schon mal eine gute Weile unterwegs sein. Ich brauchte mit dem Auto immer eine Viertelstunde bis zwanzig Minuten, mit dem Bus eine Dreiviertelstunde oder Stunde - was schon alles über die Busverbindungen auf dem Land aussagt. Ihr merkt: Um einen Führerschein kommt man nicht drum herum, es ist ziemlich üblich ihn sobald es geht zu machen. Meine Freundinnen wohnten zum Beispiel ein paar km entfernt, es gibt keine direkte Busanbindung. Bis ich das zarte Alter von 18 Jahren erreichte, mussten meine Eltern also regelmäßig Taxi spielen - nervig! Auch die Shoppingmöglichkeiten sind zumeist begrenzt. Wenn man nicht gerade neben einer Großstadt wohnt, haben die umliegenden kleineren Städtchen in der Regel nicht mehr als einen H&M und C&A zu bieten. Dementsprechend laufen auf der Straße zahlreiche mode-geklonte Teenager in H&M-Fummel herum: Individualität auf wiedersehen! Naja, zum Glück gibt's ja Onlineshops. JA, die liefern auch aufs Land!

Nun wollen wir aber mal die Vorzüge des Landlebens nicht untergehen lassen! Da gibt es nämlich jede Menge. Angefangen mit der wundervollen Natur, was natürlich ziemlich nahe liegend ist. In der Stadt hat man nicht den Luxus, aus der Haustür zu treten und nach fünf bis zehn Minuten mitten im Wald zu stehen. Dementsprechend müsst ihr beim Gassi gehen mit eurem geliebten Vierbeiner auch in der Regel keine Kacktüten mitschleppen - er sucht sich ein nettes Plätzchen und düngt im Idealfall dabei noch ein Pflänzchen. Für Haustiere ist so ein Leben im Dorf generell ziemlich entspannt: Der Hund freut sich über schöne Spaziergänge ohne vorherige Autofahrt, die Katze über genügend Auslauf mit einer viel geringeren Wahrscheinlichkeit, dabei unter den Rädern eines Autos zu landen, und ein Pferd kann man in der Stadt sowieso schlecht halten. Auch für Gartenfreunde erschließen sich zahllose Möglichkeiten: Egal ob der Traum vom eigenen Hortensien-Beet oder der kleine Selbstversorger-Garten für den Veganer von Heute. Den Mist zum Düngen holt man selbstverständlich vom Bauern um die Ecke, voll nachhaltig und so #savetheworld. Wie ihr vielleicht schon auf Bildern gesehen habt, ist unser Garten ziemlich groß und bietet jede Menge Vielfalt: Gemüsebeete, Obstbäume, Beerensträucher, Fischteiche, einen kleinen Pool, ein Gewächshaus, mehrere Schuppen... klingt nach viel Arbeit und das ist es auch. Aber es ist einfach toll, den Sachen beim wachsen zuzusehen oder abends nach einem Spaziergang noch etwas am Fischteich zu sitzen.


Platz sucht man in der Stadt meist vergeblich. Wohnhaus reiht sich an Wohnhaus, die Klingelschilder zeigen nicht nur einen oder zwei, sondern eine Vielzahl von Namen an. Die Nachbarn wohnen nicht im respektablen Abstand, sondern können dir abends ins Wohnzimmerfenster gucken. Zum nächsten Park muss man meistens den Bus nehmen oder zumindest ein gutes Stück laufen - Wauzi braucht ein Kacktütchen! Es sei denn ihr gehört zu den Menschen, die das Häufchen vor meiner Haustür liegen lassen, was ich nicht hoffe! Lärm ist oft an der Tagesordnung, zumindest wenn man nicht gerade in einer Sackgasse wohnt. Vorbeifahrende Autos sind da noch das geringere Übel, mindestens ein Nachbar ist immer am Hämmern, einer am Saugen und beim dritten läuft die Waschmaschine. Natürlich übertreibe ich gerade maßlos, aber was ich damit sagen will: Auch wenn ihr wie ich alleine wohnt, wohnt ihr nicht alleine. Man muss viel mehr Rücksicht nehmen als auf dem Land, wo die Häuser meist ein gutes Stück auseinander stehen. Nachts um zwei Uhr "Let it go" trällern ist also nicht mehr.  Genauso wie der Parkplatz direkt vor der Tür, zumindest wenn man keinen zur Wohnung dazu bekommen hat. Die ganzen Autos verdrecken die Luft - das merkt man meistens erst, wenn man wieder auf dem Land ist und einmal tief durchatmet. Auch der Boden sieht oft nicht besser aus, wobei sich das hier wirklich noch in Grenzen hält. Trotzdem wirkt durch den vielen Beton alles schnell grau und trist und durch die hohen Häuser kann man sich manchmal ganz schön eingeengt fühlen.

Aber das Stadtleben hat auch viele tolle Seiten: Es ist immer etwas los! Im Gegensatz zu den Omas, die im Dorf an den Fenstern lauern um in Idealfall einen Fußgänger zu sehen, sieht man hier wirklich etwas auf den Straßen! Wenn man sich so ein tolles Viertel wie ich aussucht, kann man sogar live vom Fenster eine Drogenrazzia mitverfolgen - ganz umsonst! Die Stadt pulsiert vor Leben, das merkt man spätestens in den Fußgängerzonen, die endlich auch andere Geschäfte wie Zara oder Mango beinhalten. An jeder Ecke gibt es mindestens eine Kneipe oder ein Restaurant, meistens beides. Auch Clubs und Bars verteilen sich über die Innenstadt, im Idealfall ist eine Bushaltestelle direkt davor, sodass man nach einer durchtanzten Nacht direkt mit dem ersten Bus morgens heim fahren kann - na wenn das kein Service ist? Natürlich gibt es auch in Städten jede Menge tolle Orte: Parks, Plätze, Denkmäler. Außerdem viele Kulturangebote in Form von Museen, Theatern oder Oper. Eine Sache, auf die ich mich jedes Mal freue, wenn ich zurück in die Stadt fahre: Das schnelle Internet! Wenn man sich einmal an seine in Lichtgeschwindigkeit übertragende Leitung gewöhnt, scheint auf dem Dorf plötzlich alles im Schneckentempo abzulaufen. Youtube-Videos in HD sehen? 
Land: "Hahaha, träum weiter!" 
Stadt: "Natürlich. Fertig. Wie kann ich ihnen sonst noch behilflich sein?" 


Wie ihr seht haben für mich Stadt sowie Land positive und negative Aspekte und ich bin ganz froh, derzeit noch hin und her reisen zu können und mich nicht schon für immer festlegen zu müssen. So richtig möchte ich auf keine der beiden Möglichkeiten verzichten müssen - da klingt mir Stadtrand oder Vorort als der beste Kompromiss, aber bis ich sesshaft werde wird es zum Glück noch sehr lange dauern. Natürlich ist mein Bericht total subjektiv ausgefallen und trifft bei weitem nicht überall zu und stimmt auch nicht unbedingt mit der Meinung anderer überein! Ich hoffe kein Stadt- oder Landkind fühlt sich angegriffen.

Wie sieht es bei euch aus? Team Stadt, Team Land oder wie ich mit jeweils einem Fuß in der Tür?