Montag, 28. Juli 2014

A Game of Brows

Daaaa da. Da da daaaa da. Da da daaaaaa.

Vor ein paar Jahren noch hätte ich mir nie vorstellen können, dass ich mich einmal so intensiv mit meinen Augenbrauen beschäftigen würde. Damals griff ich höchstens auf Makeup, Puder, Wimperntusche und Kayal zurück, ab und an durfte auch der Lidschatten herhalten. Die Augenbrauen waren höchstens aufgrund ihres praktischen Nutzens da: Damit mir beim Sport nicht die Brühe in die Augen läuft.

Aber Augenbrauen sind so viel mehr, das weiß ich inzwischen. Ich erinnere mich, wie Michelle Phan in einem ihrer Videos sagte, dass die Augen die Fenster zur Seele sind, und diese Fenster brauchen Fensterrahmen - die Augenbrauen! Je nachdem wie man sie betont, können sie einem Gesicht unglaublich viel Ausdruck verleihen, einen jünger oder älter, lustig oder ernst wirken lassen. 

An dieser Stelle muss ich betonen, dass ich mich auf keinen Fall für einen Profi in Sachen Schminke halte. Ich war eher überrascht, so viele Anfragen zu meiner Augenbrauenroutine erhalten zu haben, schließlich besteht sie zum Großteil aus stumpfen drüber pinseln. Wer hier ein natürliches Ergebnis erwartet, den muss ich enttäuschen. Gerne hätte ich Brauen, die von Natur aus schön aussehen, leider ist dies nicht der Fall. Daher schustere ich sie mir nun seit eins, zwei Jahren so zurecht und bin persönlich ganz zufrieden damit.


Was benutze ich?

Und Moment - warum liegt da eigentlich eine Nagelschere? Einige von euch haben sich vielleicht wie meine Schwester damals in den Anfängen der Pubertät mal "verzupft", sprich standen dem Trend entsprechen plötzlich mit Augenbrauen dünn wie Spaghetti da. Diese Menschen wissen, wie schwer es ist Augenbrauen wieder nachwachsen zu lassen. Ich hatte dieses Problem allerdings nie. Ab und an wurden mal unten drunter die störenden Härchen entfernt, das war es dann aber auch. Dafür wächst das Zeug bei mir wie Unkraut, dass heißt ich muss die tatsächlich von Zeit zu Zeit mit der Nagelschere stutzen und komme mir dabei wie ein alter Mann vor, der seine Nasen- und Ohrhaare trimmt.

Außerdem verwende ich die obligatorische Pinzette, einen Augenbrauenstift von Astor in dunkelbraun, das schon stark abgegrabbelte und auseinander gefallene Augenbrauenduo von Catrice, den zweckentfremdeten Eyelinerpinsel von Essence und ein Bürstchen, um die Augenbrauen zu kämmen. 


Wie gehe ich vor?

Auf dem ersten Bild seht ihr die "Ausgangsbraue". Natürlich sollten die Härchen bestmöglich gekämmt sein und nicht in alle Richtungen stehen.

Nun nehme ich den Augenbrauenstift und zeichne sozusagen den "groben Bogen" ein, denn meine Augenbraue hat ja von Natur aus schon eine gewissen Form, die ich nun nach meinen Wünschen betonen möchte. Ich mag sie gerne eckig, und durch den recht dunklen Stift kommt das am Ende sehr gut raus. Achtet beim Kauf darauf, dass euer Augenbrauenstifft weich und und nicht zu hart ist, denn sonst reißen sie schnell Härchen raus!

Dann nehme ich den Eyelinerpinsel und fülle den Rest der Braue aus. Dadurch, dass durch den Stift schon ein gewisser "Rahmen" vorhanden ist, geht das ganz leicht. Wenn ihr nach unten hin Probleme habt, könnt ihr diese Stellen natürlich auch vorher mit dem Stift nachzeichnen. Ich variiere je nach Laune zwischen dem hellen und dunklen Farbton von Catrice. Wenn ihr nun eure "Wunschform" erreicht habt, sehr ihr auch noch, wo ihre eventuell noch etwas nachzupfen müsst.

Der Nachteil an meinen Augenbrauen: Sie sind nicht besonders wischfest. Manchmal benutze ich daher noch das Eyebrow Filler Gel von Catrice um sie etwas zu "fixieren". Leider ist das noch nicht die optimale Lösung, da sie zum beispiel beim Fotografieren immer noch vermatschen. Wenn jemand von euch also ein Wundermittel kennt, nur her damit!


Voila!

Übrigens habe ich irgendwo auch mal aufgeschnappt, dass die Augenbrauen eher wie Schwestern und nicht wie Zwillinge aussehen sollen, damit das Ganze nicht zu symmetrisch und künstlich wirkt. Da habe ich Glück, denn meine Augenbrauen sind ziemlich störrisch, besonders die rechte. Ich nenne sie manchmal scherzhaft "die runde" und "die eckige" Augenbraue. Die linke ist nämlich meiner Meinung nach ziemlich perfekt: schön eckig, toller Verlauf. Und dann setze ich mich immer an die rechte und sie wird total rund und undefiniert :D 

Ich hoffe ich konnte jetzt einigen von euch mit diesem Post eine Freude machen und habe es geschafft, die ganze Prozedur einigermaßen verständlich rüber zu bringen. Viele Leute fragen mich, wie lange ich dafür brauche und stellen sich bestimmt vor, dass ich stundenlang vorm Spiegel stehe. Das Ganze ist allerdings in zwei Minuten erledigt, alles Routine. 

Freitag, 25. Juli 2014

Einundzwanzig

21. Diese Zahl muss man sich erst Mal auf der Zunge zergehen lassen. Sie wirkt so unglaublich unwirklich. Ich fühle mich immer noch, als hätte ich vorgestern meinen 18. Geburtstag gefeiert, gestern mein Abitur überreicht bekommen. Dabei bin ich schon lange kein Teenager mehr, ich bin jetzt einer von diesen coolen Menschen in den 20ern, den angeblichen besten Jahren. Im Moment kann ich davon noch nichts spüren, aber vielleicht kommt das ja noch.

Nun blicke ich also zurück auf 21 Jahre Leben. Angefangen mit einer kleinen Maike, die als Kind ständig nach ihrer Apfelsaft-Pulla geschrien hat und direkt am ersten Tag im Kindergarten Verbot für alle Spielecken bekam. Ich wurde etwas später eingeschult und war so immer eine der ältesten. In der Grundschulzeit war ich stets engagiert und motiviert, unwissend dass dies mit der Zeit immer weniger werden sollte. Ich habe gehänselt und wurde gehänselt, hatte schon immer einen starken Sinn für Gerechtigkeit, wollte immer das letzte Wort haben und habe es meistens auch bekommen. Nebenbei war ich in meiner Freizeit Naturforscherin, spielte mit meiner Schwester Harry Potter nach und kletterte selbst auf die höchsten Bäume. Außerdem begann ich damals mit dem Schreiben und verkaufte meine selbst verfassten "Tagespropheten" an meine Eltern: Ich war eine raffinierte Künstlerin und Geschäftsfrau.

Auf dem Gymnasium wurden die Karten dann neu gemischt. Mathe war plötzlich nicht mehr so einfach und außerdem musste man plötzlich etwas für seine Noten tun. In der siebten Klasse kam dann der zweite Totfeind hinzu: Französisch. Desinteresse war schon damals mein größter Widersacher. Keines der beiden Fächer hat mich je sonderlich interessiert, also hagelte es konstant 4en und 5en, währen die anderen Noten im grünen Bereich lagen. Das hat mich dann auch schließlich fast die Versetzung gekostet, keine leichte Zeit, da ich nebenbei mitten in der Pubertät steckte. Eine Zeit mit vielen Tränen, aber auch einigen schönen Momenten: Der ersten Liebe und auch die Zeit, in der wir Filou bekamen. Allerdings war dies auch die Hochkonjunktur der Rebellen-Maike, stets im Kampf gegen ihre Eltern, die fiesen Lehrer oder eben jeden, der ihr gerade nicht in den Kram passte. Die Zeit der zugeknallten Türen und bitterbösen Worte. Viel von meinem Verhalten damals tut mir leid, aber gleichzeitig bin ich froh, mich in dieser Hinsicht verändert zu haben.

In der Oberstufe wurde dann nämlich vieles besser. Freundschaften wurden enger, Friedensverträge mit den Lehrern und Eltern aufgesetzt und endlich konnte ich mitentscheiden, welche Fächer mir erhalten bleiben sollten und welche ich nie mehr haben will. Lediglich Erzfeind Mathe schleppte ich noch weiter mit mir herum. 2012 hatte ich den Sommer meines Lebens, stundenlang habe ich mit Freunden bei herrlichem Wetter am Pool gelegen und einfach die Zeit genossen, bevor es in die heiße Phase des Abiturs gehen sollte. Außerdem hatte ich während der fast 3 Oberstufen-Schuljahre die Gelegenheit, viele tolle Sachen zu erleben: Ein Praktikum in England, Skifahren in Österreich, Kursfahrt nach London, Theaterfahrt nach Berlin und schließlich die Abschiedsfahrt nach Prag. Allerdings gab es während dieser 3 Jahre auch ein großes Ziel: Das Abitur. Aber was damals noch wie der Mount Everrest für mich wirkte, ist jetzt nur noch ein kleiner Hügel im Hinterhof. 


Und dann begann wieder eine schwierige Zeit, die Zeit der Ungewissheit. Nach dem Abitur fühlte ich mich einfach so hilflos ins Leben geschmissen, ich wusste nur eins: Ich will jetzt erst Mal Pause machen. Also entspannte ich ein zwei Monate bis mich das schlechte Gewissen einholte und ich begann mich zu langweilen. Ich machte ein dreimonatiges Praktikum, das mir viele Erfahrungen eingebracht hat und an das ich heute noch gerne zurück denke. Ich glaube in dieser Zeit bin ich innerlich nochmal um einiges gewachsen. Währenddessen wurde der Zukunftsdruck immer größer. Auch wenn mein Abitur für jemand faules wie mich im Endeffekt besser war als erwartet, konnte ich mir jedoch meinen Traum, ein Journalismusstudium, nicht erfüllen. Also beschloss ich, es auf einem anderen Weg zu versuchen, was leider auch bedeutete, dass es erneut zu einem Showoff mit meinem alten Erzfeind Mathe kommen muss, dem ich so erfolgreich den Rücken gekehrt hatte.

Da mein Studiengang zulassungsfrei ist, ging dann plötzlich alles ganz schnell. Wir hatten eine Hand voll Wohnungsbesichtigungen und ich musste viele Nieten ziehen bevor ich ganz unverhofft den Jackpot ausgeschüttet bekam. Mein Vater und ich steckten dann viele Stunden und viel Kraft in diese Wohnung, bauten eine Küchenzeile ein, strichen alle Räume und trugen die Waschmaschine (die ungefährt so viel wiegt wie ein Elefant) und unzählige Ikea-Pakete in den vierten Stock. Doch jeder Schweißtropfen war es wert, jetzt habe ich die schönste Wohnung, die man sich vorstellen kann und mit einem gut drapierten Teppich sieht man auch den ollen Turnhallenboden nicht.


Und schon sind wir in der Gegenwart. Bei der 21-jährigen Maike, die in wenigen Tagen ihre Prüfungen schreibt und mit diesem Text vermutlich erneut (erfolgreich!) prokrastiniert. Bravo, Maike! Worauf freue ich mich im neuen Lebensjahr? Darauf, endlich wieder Urlaub zu machen, endlich wieder nach Holland zu fahren, das Land, mit dem ich so viele tolle Erinnerungen verbinde! Auf die Gamescom und auf jede Menge Spaß den ich mit Freunden und meiner Familie haben werde! Was will ich ändern? Mich mehr trauen, mehr ausprobieren, die Dinge endlich anpacken! Nicht mehr so schnell gereizt sein, in manchen Dingen entspannter werden. Weniger Träumen, mehr Durchgreifen und Träume verwirklichen. Mehr Meer, Sonne und grünes Gras. Und mehr lachen, das vor allem.

Ich hoffe ich habe mit diesem kleinen Resumee keinen bitteren Nachgeschmack hinterlassen, schließlich werden auf einem Blog meistens nur die schönen Momente geteilt. Wir alle haben aber mal harte Zeiten und treffen oft Entscheidungen, die wir später bereuen. Umso wichtiger ist es, die Dinge, die uns nicht gefallen, zu ändern und stets nach vorne zu blicken. Niemand ist unfehlbar. So ein Mensch ist ein Lebensprojekt, ständig wird etwas weggenommen oder hinzu gefügt. Ein neues Abendteuer, jeden Tag. Und ich bin wirklich dankbar dafür.

Sonntag, 20. Juli 2014

Waldkind

Wenn ich mich recht entsinne, bin ich euch noch ein paar Bilder schuldig. Während ich so darüber schweife, wäre ich am liebsten wieder dort. Die letzten Tage waren der Horror für mich, das Wetter schlägt mir unglaublich auf den Kreislauf und hat mich einfach ausgeknockt. Viel lieber würde ich jetzt barfuß durch den Bach tanzen oder über die weichen Tannennadeln am Boden huschen. Generell träume ich mich momentan viel lieber hinfort.

Ich glaube ich bin einer dieser Menschen, die das Reisen einfach brauchen. Bei denen sich das Abenteuer des Neuen, Ungewissen wie ein Pflaster auf die Seele legt. Die bei der ersten Meeresbrise die Arme ausstrecken und jeden Stein oder Baum berühren, um auch alle Eindrücke in sich aufzunehmen in der Hoffnung, dass sie einem helfen, die Zeit bis zum nächsten Urlaub zu überbrücken. 

Mein Herz ruft schon lange nach dem Meer, und wenn alles gut läuft werde ich ihm diesen Wunsch in einem Monat erfüllen.


Einen schönen Sonntag wünsche ich euch.

Donnerstag, 17. Juli 2014

Food Diary

Sich Food Diarys auf Blogs oder Youtube anzusehen, ist Freude und Leid zugleich. Zum einen ist es eine tolle Inspiration für neue Kochideen, zum anderen läuft einem dabei oft tierisch das Wasser im Mund zusammen! Ich hoffe also eure Mägen sind gefüllt und euer Hunger gestillt, den ab jetzt wird's lecker!

Da ich Mittags eigentlich immer zwischendurch frei habe, esse ich so gut wie nie in der Mensa. Dazu kommt dass ich manche Lebensmittel einfach nicht gut vertrage und so selbst am besten weiß, was gut für mich ist. Also koche ich in der Regel selbst, oft reicht die Menge für zwei Tage, deshalb ist das recht unkompliziert. Ich habe euch in der letzten Zeit einfach mal ein paar Gerichte, die ich zubereitet habe, abfotografiert. Da ich nicht frühstücke, sind es alles Mittag- oder Abendessen. Natürlich habe ich nicht alles dokumentiert, die Pizza vom letzten Wochenende zum Beispiel war schneller gegessen als ich fotografieren konnte hihi.

Was mir beim Bearbeiten der Bilder noch aufgefallen ist: Ich habe es tatsächlich geschafft, mich hier fast ausschließlich vegetarisch zu ernähren. Ausnahmen kommen wirklich nur noch selten vor. Wenn ich in der Heimat bin, bricht das aber meist wieder ein, schließlich meint mein Vater dass zu jedem Gericht Fleisch dazu gehört und meine Oma kocht ausschließlich deftige Hausmannskost. Mir fehlt das Fleisch aber gar nicht so sehr, bis auf einige kleine Ausnahmen. Seit ich ausgezogen bin, habe ich gelernt wie flexibel man mit Gemüse kochen kann und es macht wirklich Spaß, herum zu experimentieren!

 Improvisierter Gurkensalat, Möhrchen und ein Vollkornbratling mit Mayo und Ketchup.


 Vollkorn-Spaghetti mit Avocado-Soße (Avocado, Tomate, Zwiebel, Sahne)


 Gefüllte Paprika mit Tomaten-Couscous (Rezept hier) und Champignons mit Kräuterbutter


 Vollkorn-Spaghetti mit Spinat-Sahnesoße


 Ofen-Camembert und gebratener Maiskolben mit Butter


 Ofen-Aubergine mit Tomaten-Couscous


 Spinat-Tortellini mit Gemüse-Sojabolognese


 Zucchinicremesuppe


Obstsalat

Ich versuche momentan so gut es geht mit frischen Lebensmitteln zu kochen, was mir natürlich nicht immer gelingt. Aber im Gegensatz zu früher esse ich viel weniger verarbeitetes Zeug und koche gerne mit Lebensmitteln aus unserem Garten in der Heimat (Paprika, Zucchini...). Ich hoffe ich konnte euch ein wenig inspirieren, welches Gericht gefällt euch am besten? Wollt ihr solche Beiträge öfter sehen?

Dienstag, 15. Juli 2014

Outfit XXIII: Wo bleibt der Sommer?

Ich will ja nicht nerven, lieber Wettergott, aber darf ich dich darauf hinweisen, dass wir bereits Juli haben? 

Irgendwie will sich das Traumwetter nicht so wirklich einstellen. Es ist zwar trotz eines Regenschauers hier und eines Gewitterchens da größtenteils recht warm, allerdings die meiste Zeit total drückend und schwül mit mehr Wolken als Sonne. Spätestens zu meinem Urlaub im August wünsche ich mir einen wolkenlosen Himmel und ein Wetter, dass mich nicht mit Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen ins Bett verfrachtet. 

Was uns an dieser Stelle interessiert: Was zum Teufel ziehe ich denn jetzt an? Ich habe ja generell das Talent, mich immer entweder zu warm oder zu kalt anzuziehen. Das ist meine geheime Anti-Superkraft. Meine andere ist die, mich immer an der langsamsten Kasse anzustellen. Ihr kennt das.

Auf jeden Fall musste mal wieder die schwarze blickdichte Strumpfhose ausgepackt werden - manche munkeln sie sei mein Markenzeichen. Das eigentliche Herzstück des Looks ist aber dieser wundervolle lange(!) Kimono, den ich bei H&M im Sale für gerade mal 7 Euro ergattert habe! Und ich kann es euch schon verraten: Ich liebe ihn! Er ist super luftig und es ist toll, wie er die Beine umspielt. Ich freue mich schon darauf, wenn ich die Strumpfhose wieder weg lassen kann!


Kimono, Top, Shorts - H&M | Gürtel, Ring - Primark | Schuhe - New Look | Armreif - Bijou Brigitte


In diesem Sinne: Drücken wir alle die Daumen für besseres Wetter und weniger Kopfschmerzen!

Sonntag, 13. Juli 2014

Zitate & Bilder

Hier kommt ein eigentlich ziemlich unbesonderer Post, aber ich bin der Meinung sonntags darf man das mal. Ich lese unglaublich gerne Sonntagsposts auf anderen Blogs. Nicht diese Zusammenfassungen, die stichpunktartig ablaufen und die ich auch von Zeit zu Zeit raushaue, sondern die persönlichen Texte. Als würde sich jeder sonntags plötzlich ans Herz fassen und erzählen, was ihn wirklich beschäftigt. Was hat dieser Sonntag so an sich, dass wir gerade ihn dafür nutzen? Ist es weil wir sonntags nach einer anstrengenden Woche endlich durchatmen und entspannen können? Ich weiß es nicht. 

Aber ich will diesen Sonntag diesmal auch nutzen. Nicht um einen persönlichen Text zu schreiben, das hatten wir ja gerade erst
(Und an dieser Stelle bedanke ich mich herzlich für das tolle Feedback!) Nein, ich möchte es simpel halten, euch ein paar meiner liebsten Zitate verraten und dazu etwas in der Bilderkiste kramen. Ansonsten habe ich auch nicht mehr viel zu sagen, außer dass ich euch noch einen schönen Sonntag wünsche!


"Die entscheidenden Momente im Leben ergeben sich nicht immer durch eigenes Handeln, sondern manchmal ergeben sie sich von selbst. Das soll nicht heißen, dass man am Verlauf seines Lebens nichts ändern kann, man muss die Dinge in die Hand nehmen, aber vergesst nicht, dass ihr jeden Tag vor die Tür treten könnt und etwas euer Leben radikal verändert.

Das Universum hat einen Plan und der arbeitet unaufhörlich. Ein Schmetterling schlägt irgendwo mit den Flügeln und es beginnt zu regnen. Ein erschreckender und zugleich faszinierender Gedanke. All die kleinen Zahnräger der riesigen Maschine greifen ständig ineinander. Sie sorgen dafür, dass man genau dorthin gelangt, wo man sein soll. Am rechten Ort, zur rechten Zeit.”
― How I met your mother


„Sie drehte sich weg und sagte leise, vielleicht zu sich selbst: „Verdammt, ich will keine von denen sein, die auf der Couch hocken und immer nur davon reden, was sie mal Großes tun wollen. Ich will es tun. Von der Zukunft zu träumen, ist auch eine Art Nostalgie.“ „Hä?“, fragte ich. „Dein ganzes Leben steckst du in dem Labyrinth fest und denkst daran, wie du ihm eines Tages entfliehst, und wie geil dann alles wird, und die Vorstellung von dieser Zukunft hält dich am Laufen, aber am Ende tust du es nie. Du hast die Zukunft einfach nur genutzt, um aus der Gegenwart zu fliehen.“ 
― John Green - Eine wie Alaska

“So I walked back to my room and collapsed on the bottom bunk, thinking that if people were rain, I was drizzle and she was a hurricane.” 
― John Green, Looking for Alaska


“Never forget what you are, for surely the world will not. Make it your strength. Then it can never be your weakness. Armour yourself in it, and it will never be used to hurt you.”
― George R.R. Martin, A Game of Thrones

People change. Feelings change. It doesn’t mean that the love once shared wasn’t true and real. It simply just means that sometimes when people grow, they grow apart.
― 500 Days of Summer


“I went to the woods because I wished to live deliberately, to front only the essential facts of life, and see if I could not learn what it had to teach, and not, when I came to die, discover that I had not lived."
― Henry David Thoreau, Walden: Or, Life in the Woods

Two roads diverged in a wood, and I--
I took the one less traveled by, 
And that has made all the difference.
―  Robert Frost, The Road Not Taken


Mich ergreift immer die Nostalgie, wenn ich mich durch alte Bilder klicke. Irgendwann vor ein paar Jahren habe ich angefangen, Bilder von mir zu machen. Die Hälfte ist (leider oder zum Glück) beim Tod meiner Festplatte in die ewigen Jagdgründe verschwunden, aber ab 2011/12 liegen noch Aufnahmen vor. Unglaublich wie schnell die Zeit seitdem vergangen ist, kaum zu glauben dass 2014 auch schon wieder halb vorbei ist und ich diesen Monat ganze 21 Jahre alt werde. So erwachsen fühle ich mich noch gar nicht. 

Hortet ihr auch eure alten Bilder? Wenn ihr wollt kann ich öfter mal ein paar hervorkramen.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Rezept: Gefüllte Paprika mit Tomaten-Couscous

Hallo Freunde der einfachen Küche, heute habe ich ein Rezept für euch, das ich gestern ganz spontan kreiert habe. Das tolle daran: Es ist super einfach und schon in wenigen Schritten fertig! Im Internet habe ich zuvor schon ähnliche Rezepte gesehen, allerdings wie so oft mit viel zu viel Klimbim. Daher nun meine abgespeckte Version:


Die Mengen könnt ihr, je nachdem für wie viele Menschen ihr kocht, natürlich variieren!

Ihr braucht:

Paprika, Tomate, Zwiebeln, Tomatenmark, Couscous, Gemüsebrühe und eventuell etwas Pesto zum Würzen

Zuerst bereitet ihr den Couscous nach Packungsbeilage zu. Ich nehme hier gerne statt Wasser Gemüsebrühe, um von Anfang an schon etwas Würze hinzu zu geben.

Während er quellt, könnt ihr euch schon mal um die Paprika kümmern, sie waschen, aufschneiden und von ihrem Innenleben befreien. Legt sie dann in eine Auflaufform.

Als nächstes schneidet ihr Tomate und Zwiebeln in kleine Würfel und lasst sie ganz kurz in etwas Öl anbraten.

Dann könnt ihr auch schon den Couscous hinzu geben und alles gut vermischen.

Nun gebt ihr Tomatenmark hinzu, bis der Couscous eine rötliche Färbung annimmt. Zur weiteren Würze könnt ihr auch noch wie ich einen Klecks Pesto reinhauen. Außerdem hatte ich noch frisches Schnittlauch da, welches ich hinzu gegeben habe. Ihr könnt das ganze natürlich würzen wie ihr wollt: Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Kräuter, Knoblauch... was euch eben schmeckt!

Nun kommt die schwierigste Aufgabe: das Stopfen! Dazu nehmt ihr am besten einen Löffel und füllt dann vorsichtig die Paprika. Hier stellt sich dann auch heraus, ob ihr die Mengen ungefähr richtig eingeschätzt habt. Im schlimmsten Fall ist die traurige Paprika nur halb gefüllt, im besten Fall bleibt noch etwas Couscous als Beilage. Bei mir ging die Menge hingegen genau auf. Dann gebt ihr noch etwas Gemüsebrühe in die Auflaufform und dann kommt das ganze für 15-20 Minuten bei 170° Umluft in den Ofen.

Ich habe kurz vor Ende noch etwas Gouda darüber gelegt, damit die Paprika schön überbacken.

Schwuppdiwupp, das war's auch schon! Mir hat das Gericht sehr gut geschmeckt und bewiesen, dass eine Paprika nicht immer mit Hackfleisch gefüllt werden muss.

Außerdem hatte ich das Glück, Paprika und Zwiebeln aus dem eigenen Garten verwenden zu können. Ich kann mich natürlich auch irren, aber ich finde, dadurch hat das Gericht nochmal mindestens doppelt so gut geschmeckt!

Nun aber Guten Appetit und einen schönen Mittwoch noch!

Montag, 7. Juli 2014

Bachläufer

Dieser Bach erinnert mich unglaublich stark an meine Kindheit. Oft haben wir am Ufer mit der Familie gepicknickt und dann auf dem nahe gelegenen Abenteuerspielplatz Stunden verbracht. Die letzten Male, die ich mit Filou hier war, habe ich kaum eine Person getroffen. Spielen Kinder überhaupt noch auf Abenteuerspielplätzen im Wald? Für mich war das damals eine ganz faszinierende Welt. Das Klettern, das viele grün, Tümpel mit kleinen Kaulquappen drin.

Irgendwo tief in mir drin steckt dieses Kind von früher noch immer. Kaum angekommen musste ich mir die Schuhe von den Füßen reißen und barfuß durch das Flussbett hüpfen. Ich habe mich so frei gefühlt. Ab und zu brach die Sonne durch das Blätterdach, ein ganz zarter Wind wehte und der Bach murmelte leise vor sich hin. 


An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an meinen besten Freund, der die Bilder, auf denen ich zu sehen bin, aufgenommen hat. Fernauslöser, Stativ mit Kamera und ein Hund, der wie ein Wilder durch das Flussbett jagd, wären wohl keine so gute Idee gewesen...



Das Kleid ist übrigens von C&A, außerdem trage ich eine fesche Spitzen-Radlerhose von H&M, die man zwar nicht sieht, die es mir aber ermöglicht wie Ronja die Räubertochter durch die Gegen zu hüpfen, ohne dass die Tiere des Waldes meinen Schlüpfer sehen.

Gefallen euch die Bilder? Feedback ist wie immer willkommen, das freut sicher auch meinen netten Fotografen, der zwar 2/3 der Bilder verwackelt hat, aber auf den scharfen immer schön den Moment getroffen hat. Und das wohlgemerkt während ich wie eine Irre herum gehopst bin.

Da es noch mehr Bilder gibt, dies aber an dieser Stelle den Rahmen sprengen würde, wird ein zweiter Teil in naher Zukunft folgen.